Der schwierigste Teil ist nie die Technik, sondern: Was soll ich denn sagen? Wähle einen Anlass, dann steht der Vorschlag da.
HochzeitHunderte Fotos — aber kein Ton.
Nimm auf
Die Rede, die niemand mitgeschnitten hat. Oder die dreißig Sekunden, in denen die Trauzeugin nicht mehr weiterreden konnte.
GeburtstagAlle sagen dasselbe: „Wir müssen uns mal wieder sehen.“
Nimm auf
Jeder aus der Familie sagt einen Satz in die Kamera. Zehn Leute, je zehn Sekunden — und niemand kann das nachmachen.
Geburt & erstes JahrAlles ändert sich im Wochentakt.
Nimm auf
Die ersten Schritte, das erste Wort, das Lachen mit vier Zähnen. In zehn Jahren hat genau das niemand mehr im Kopf.
HochzeitstagNach dreißig Jahren gibt es nichts mehr, was man kaufen könnte.
Nimm auf
Das alte Hochzeitsfoto, dazu ein Video von heute. Dieselben zwei Menschen, dasselbe Lächeln, ein paar Jahrzehnte später.
MuttertagBlumen halten eine Woche.
Nimm auf
Sag ihr das, was man am Telefon nie sagt. Sie wird es sich mehr als einmal ansehen — und du bist nicht dabei, das macht es leichter.
VatertagEr sagt sowieso, er braucht nichts.
Nimm auf
Die Kinder erzählen, was sie mit Papa am liebsten machen. Ungeschnitten, mit allem Gestammel. Genau das ist es.
WeihnachtenDas Geschenk, bei dem es am Heiligabend kurz still wird.
Nimm auf
Die Aufnahmen vom letzten Jahr, die noch auf dem Handy liegen. Der Baum, die Küche, das Chaos beim Auspacken.
Abschied & UmzugWas zuerst fehlt, sind die Kleinigkeiten.
Nimm auf
Die Wohnung, die Straße, die Stimmen derer, die bleiben. Etwas zum Mitnehmen, das in den Koffer passt.
ReiseZweitausend Fotos, die niemand mehr ansieht.
Nimm auf
Ein Foto von dort kommt an die Wand — und dahinter die zwanzig Sekunden, in denen man das Meer noch hört.
In ErinnerungManchmal ist ein Foto alles, was bleibt. Und es ist still.
Nimm auf
Was noch da ist: eine alte Sprachnachricht, ein Videoschnipsel, ein paar Sekunden Stimme. Nichts wird verändert, nichts „verbessert“.